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Marcel Friesen, Doktorand an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster: „Wissenschaft hat für mich einen Suchtfaktor.“

Marcel Friesen, 29, promoviert an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster zu den alttestamentarischen Schriften. Im Interview mit Hochschul-Job.de verrät er, wie er zur Theologie gekommen ist, worauf man bei der Bewerbung für ein Stipendium achten muss, worauf es im Schlussspurt der Promotion am meisten ankommt und wie es nach der Promotion für ihn weitergehen soll.

Marcel Friesen – Foto: Tobias Schwertmann

Herr Friesen, woran forschen Sie im Rahmen Ihrer Doktorarbeit?

Friesen: Ich versuche die historische Genese eines Kapitels im Alten Testament aufzuklären. Dazu untersuche ich die hebräischen, griechischen, aramäischen und syrischen Handschriften, in denen das Kapitel enthalten ist. Irgendwann kommt man dann zu der ältesten Version des Textes. Ich rekonstruiere also, wie ein Text historisch entstanden ist und wo er von wem geschrieben, beziehungsweise bearbeitet, wurde.

Wie übersetzen Sie diese Schriften?

Friesen: Ich arbeite mit Texteditionen. Es gibt die klassische Ausgabe der hebräischen Bibel und dann gibt es eine Ausgabe der griechischen Übersetzung und eine Ausgabe der syrischen Übersetzung. Diese Texte sind digital zugänglich. Ich muss nicht in einem Archiv Handschriften wälzen, sondern ich sitze die meiste Zeit am Laptop.

Verstehe ich Sie richtig, dass es in Ihrer Forschung weniger um den Inhalt des Textes, sondern mehr um den zeitlichen Entstehungskontext geht?

Friesen: Das eine kann man nicht vom anderen trennen. Das Besondere beim Alten Testament ist folgendes: Wir wissen bis heute nicht wirklich aus welcher Zeit die Schriften stammen. Bei den Schriften handelt es sich um Erzähltexte, die erst spät in Bibliotheken und Archiven gefunden wurden, aber wir können aus diesem Fundkontext keine Informationen ableiten, aus welcher Zeit die Texte stammen, sondern das muss aus den Texten selbst erschlossen werden. Die Frage aus welcher Zeit das Alte Testament eigentlich stammt, ist somit unmittelbar an den Inhalt rückgebunden. Wie komme ich von dem, was da steht auf die Zeit, in der es geschrieben wurde? Das Alte Testament ist keine Autor:innenliteratur, wie wir sie heute kennen. Stattdessen haben anonyme Schriftgelehrte dieses Buch im Namen einer Tradition verfasst und immer weiter fortgeschrieben. Ein Teil dieses Buchs kann aus der einen Zeit stammen und ein zweiter Teil kann 200 Jahre später verfasst worden sein, aber es ist der gleiche Text, den wir vor uns haben. Im Prinzip arbeite ich als eine Art Textarchäologe. Ich grabe mich in Texte ein und versuche verschiedene Schichten auszumachen.

Was ist das finale Ziel Ihrer Forschung? Den Text besser zu verstehen und einordnen zu können?

Friesen: Genau, also Grunddaten der alttestamentarischen Überlieferungsgeschichte stehen schon fest, aber es bleibt die Frage, wo die einzelnen Texte aus den tausenden Kapiteln, die wir im Alten Testament haben, hingehören. Da gibt es noch viel zu tun.

Was fasziniert Sie besonders an Ihrer Forschung?

Friesen: Die Herkunft dieser Texte ausfindig zu machen, denn diese Texte sind immerhin Gründungsdokumente zwei großer Weltreligionen, des Judentums und des Christentums. Dem möchte ich auf die Spur kommen.

Wie sind Sie zur Theologie gekommen?

Friesen: Ich komme aus einer frommen Ecke und bin von klein auf in christlichen Kreisen aufgewachsen. Dadurch ergab sich bei mir ganz natürlich das Interesse an der Theologie und ich fand es einfach interessant das wissenschaftlich zu reflektieren. Für mich war und ist christlicher Glaube nicht ohne eine wissenschaftliche Reflexion vorstellbar. Das gehört für mich beides zusammen, das würde ich auch nicht trennen wollen und insofern treibt das auch meine Neugier in der Wissenschaft an.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Friesen: Für meine Forschung selbst sitze ich den ganzen Tag am Schreibtisch, habe meine Texteditionen vorliegen und arbeite das Material durch. Ich habe darüber hinaus einen Lehrauftrag im Umfang von 25% an der Universität Münster. Meine finanzielle Förderung erhalte ich von der Studienstiftung. Zusätzlich zu diesem Stipendium darf man eine 25-prozentige Lehrstelle übernehmen und das wurde mir glücklicherweise durch die Evangelisch-Theologische Fakultät in Münster ermöglicht. Insofern kann ich ein bisschen Lehrerfahrung sammeln.

Bleibt nebenbei auch Zeit für Freizeit?

Friesen: Ich nehme mir die Zeit. Ich will da auch gar nicht drauf verzichten. Gut, jetzt bin ich in den letzten Wochen der Promotion, da arbeite ich schon sehr viel, aber ich glaube, das geht allen so, dass man sich am Ende einfach in so einen Tunnel eingräbt. Ein Stückweit muss das jeder/jede selbst entscheiden, was er/sie sich zumutet. Ich glaube, überfordert können zum Beispiel diejenigen sein, die eine volle Stelle an der Universität haben und dadurch so viel Arbeit aufgehalst bekommen, dass sie überlastet sind. Ich kann mein Pensum selbst bestimmen und habe für mich einen normalen Arbeitstag strukturiert. Am Anfang habe ich genau zu den Arbeitszeiten meiner Frau gearbeitet. Jetzt haben wir Kinder und meine Frau ist zu Hause. Ich habe nun ebenfalls Arbeitszeiten für mich festgelegt und danach habe ich ganz normal Feierabend und Wochenende, wie jeder/jede andere auch.

Gibt es irgendwann den Moment, in dem man keine Lust mehr auf die Textarbeit hat, sondern ein bisschen mehr Action braucht?

Friesen: Das kann man dann ja einfach machen. Wenn ich Action oder Ablenkung brauche, kann ich einfach ein Zimmer weiter zu meinen Kindern gehen. Als sportlichen Ausgleich habe ich neuerdings Golf für mich entdeckt.

Sie haben eben schon erwähnt, dass Sie Stipendiat der Studienstiftung sind. Wie läuft eine Bewerbung dafür ab und worauf sollte man achten?

Friesen: Man kann sich beispielsweise bei den parteinahen Stiftungen, wie der Konrad-Adenauer-Stiftung, oder bei der Studienstiftung der Bundesregierung, bei der ich nun Stipendiat bin, bewerben. Als für mich klar war, dass ich promovieren will, habe ich mich unmittelbar um Stipendien beworben. Da muss man vor allem schauen, ob man Deadlines einhalten muss oder sich jederzeit bewerben kann. Die Bewerbung wird dann erst einmal begutachtet und falls sie für gut befunden wird, wird man zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Dieses Gespräch unterscheidet sich von Stiftung zu Stiftung. Bei einem Gespräch saß ich zum Beispiel vor drei Juror:innen, die alle in einem anderen Feld der Theologie gearbeitet haben als ich oder auch aus der Kirche kamen. Bei einem anderen Gespräch wurde ich stattdessen von einem Alttestamentler begutachtet. Fällt auch dieses Gesprächsgutachten positiv aus, erhält man die Zusage für das Stipendium, was dann mit einer üppigen Finanzierung einhergeht. Das läuft erst einmal über zwei Jahre, mit Aussicht auf ein Jahr Verlängerung, beziehungsweise weiterer Verlängerung und Zuschüssen, wenn man heiratet und Kinder bekommt. Der Lehrauftrag an der Universität bringt mir noch ein finanzielles Plus und darüber wird auch meine Krankenversicherung abgerechnet. Das müsste ich sonst vom Stipendium abziehen. Für mich ist das der denkbar günstigste Fall und ich habe wirklich das allergrößte Glück so gut ausgestattet zu sein.

Wie empfinden Sie den Zeitdruck, zu wissen, dass die finanzielle Unterstützung zeitlich begrenzt ist?

Friesen: Bei mir hat sich das alles sehr gut ineinandergefügt. Also ich beginne im Oktober die Pfarrerausbildung und bis dahin läuft perfekt mein Stipendium. Das hat sich deshalb so gut ergeben, weil ich die erste Zeit schon einmal ohne Stipendium vorgearbeitet habe und dann das Stipendium bekommen habe, als ich schon einen gewissen Anteil der Arbeit gemacht hatte, sodass ich eigentlich keinen Zeitdruck hatte. Wenn man das Stipendium mit Beginn der eigenen Forschungstätigkeit bekommt und dann nur zwei Jahre plus eins hat, wird es schon knapp.

Es macht also Sinn vorzuarbeiten, bevor das Stipendium beginnt?

Friesen: Ja, wobei es von der Lebenssituation abhängt. Wenn jemand die Zeit mit einer vollen Arbeitsstelle überbrücken muss, um Geld zu verdienen, dann hat diese Person natürlich keine Möglichkeit für die Promotion vorzuarbeiten. Wenn man aber die Möglichkeit hat, das Masterstudium um ein Semester zu verlängern, eingeschrieben bleibt und in dieser Zeit vorarbeiten kann, ist das meines Erachtens nach der Idealfall. Das macht das Exposé, mit dem man sich bei der Stiftung um ein Stipendium bewirbt, besser. Für ein gutes Exposé muss man eingearbeitet sein und das braucht Zeit. Für diese Zeit der Exposéerstellung gibt es auch extra Überbrückungsstipendien. Aber selbst wenn man das Exposé dann eingereicht hat, kann es bis zu einem Jahr dauern, bis man die Zusage über die Förderung bekommt.

Wie haben Sie für sich die Zeit vor offiziellem Beginn der Promotion und der Förderung organisiert?

Friesen: Ich habe einen 50-prozentigen Lehrauftrag von der Universität Münster bekommen und das war für mich eine super Überbrückung. Als dann die Zusage für das Stipendium kam, konnte ich glücklicherweise reduzieren, aber den Lehrauftrag beibehalten. Wenn man solche Angebote als wissenschaftliche/r Mitarbeiter:in zur Überbrückung findet, kann das gut funktionieren.

Sie sagten eben schon, Sie stehen kurz vor Abschluss der Promotion. Ihr Lachen verrät, dass Sie sich freuen. Was fehlen denn jetzt noch für Schritte bis zur finalen Abgabe?

Friesen: Das Freuen ist nur die eine Seite der Medaille. Die letzten Monate sind schon hammerhart, zumindest für mich. Was fehlt ist die Endredaktion. Ich schreibe gerade das Ergebnis beziehungsweise das Fazit und anhand der Formulierung der Ergebnisse gehe ich die komplette Arbeit durch und schärfe das nochmal so, dass Einleitung und Fazit perfekt auf den Inhalt passen. Alles, was ich dafür nicht brauche, schmeiße ich raus. So arbeite ich mich von Kapitel zu Kapitel durch und nacheinander werden die einzelnen Kapitel so fertig, wie ich sie am Ende abgeben werde.

Was würden Sie sagen, worauf kommt es jetzt im Schlussspurt am meisten an?

Friesen: Auf die gute Vorarbeit. Was ich bisher erarbeitet habe, ist sehr solide und wurde von beiden Doktorvätern häufig begutachtet. Meine Doktorväter haben mich hervorragend betreut und haben eine komplette Einsicht in meine Forschungsergebnisse, sodass ich mich darauf verlassen kann, dass das, was ich bisher gemacht habe, eine gute Grundqualität aufweist. Deswegen kann ich jetzt effektiv sein, mir die besten Formulierungen raussuchen und alles daraufhin zuschneiden. Worauf kommt es an? Ja, auf eine gute Vorarbeit! Also heute musste ich nachrecherchieren, das war Mist. Das sind Umwege, die keinen Spaß machen, weil man großen Zeitdruck hat. Ich denke, morgen kriege ich es in den Griff, aber sowas kostet sehr viel Kraft.

Wann genau wollen Sie Ihre Dissertation abgeben?

Friesen: Ich plane mit einer Abgabe im Juli. Das Schwierige an einer Doktorarbeit ist, dass man nicht vorhersagen kann, wann man fertig wird, sondern man ist dann fertig, wenn man fertig ist. Das macht die ganze Planung mit Finanzierung und mit Jobangeboten äußerst schwierig. Ob ich Mitte Juli fertig bin, kann ich erst Mitte Juli sagen.

Wie findet man denn diesen Punkt zu sagen ‚ja, jetzt bin ich fertig.‘? Man könnte ja immer noch etwas Neues rausfinden, oder?

Friesen: Ja, das kann man immer. Im Idealfall hat man einen Forschungsbeitrag, den man leistet, also in meinem Fall bin ich auf eine historische Rekonstruktion dieses Kapitels gekommen, wo viele Aspekte bisher noch unentdeckt waren. Das heißt, ich habe aus meiner Sicht eine sehr plausible historische Entstehungsgeschichte rekonstruieren können und das wurde mir auch so in den verschiedenen Kolloquien (wissenschaftliches Gespräch unter Fachleuten – Anmerk. Red.) gespiegelt, dass meine erarbeiteten Erkenntnisse Substanz haben. Wenn man diese solide Grundlage hat, dann muss man irgendwann zu dem Punkt kommen mit aller Kraft einfach nur noch fertig zu werden, denn sonst dreht sich das Ganze endlos im Kreis. Entweder man hat den Druck durch die Finanzierung oder man sollte sich selbst den Druck machen und sagen ‚jetzt bitte so schnell es geht fertig werden und nicht mehr zusätzlich forschen, wenn es nicht zwingend sein muss‘. Wenn ich jetzt noch neue Sachen finde, dann schärfe ich nochmal das Bild, das ich bereits habe, aber an dem Gesamtwerk wird sich nichts mehr ändern. Jetzt kann ich Gas geben und einfach fertig werden.

Gab es für Sie größere Stolperstein während der Promotionszeit?

Friesen: Mein Promotionsprojekt ist im Rückblick wahnsinnig gut gelaufen. Das kann ich gar nicht anders sagen. Ich habe zwei hervorragende Betreuer, die sich, auf verschiedene Zeiten aufgeteilt, mindestens einmal pro Monat mehrere Stunden am Stück mit mir zusammengesetzt haben und meine Texte durchgearbeitet haben. Ich habe von Anfang an in Kolloquien vorgetragen, was mir persönlich wichtig war, mir aber auch von meinen Doktorvätern nahegelegt wurde, weil man dadurch eine Rückmeldung bekommt, ob die eigene Arbeit trägt. Oft ist es einfach Glück, ob sowas gelingt oder nicht. Man muss an die richtigen Betreuer:innen geraten. Ob er/sie der/die Richtige ist, erfährt man auch erst im Laufe des Promotionsprojektes. Man braucht das richtige Thema und da bereits gute Berater:innen, die einen in die richtige Richtung stupsen und auf deren Urteil man sich verlassen kann. Insofern würde ich sagen, habe ich einfach wahnsinnig Glück gehabt und bin sehr privilegiert durch meine Betreuung, dadurch, dass ich das Stipendium bekommen habe und auch noch Lehrerfahrung sammeln konnte, was mir auch unglaublich viel Spaß macht.

Was würden Sie sagen muss man an Charakterzügen mitbringen, damit ein Promotionsprojekt gelingt?

Friesen: Ich würde sagen Neugier ist das wichtigste – Neugier an der Sache und an den Fragen, an denen man forscht. Das ist meine Triebfeder gewesen. Man braucht da auch gar keine große Vorbildung. Ich komme selbst aus einem bildungsfernen Hintergrund, also meine Eltern haben eine russland-deutsche Migrationsgeschichte. Man braucht nicht wirklich gebildet sein oder vorher schon ein sehr breites Wissen haben, sondern was man wirklich braucht ist Neugier an der Sache. Das spornt einen an und eröffnet einem auch die geistige Flexibilität neuen Erkenntnissen zu folgen und nicht einfach an bestehenden Lösungen festzuhalten.

Ein bildungsferner Hintergrund ist also kein Hinderungsgrund für eine Promotion aus Ihrer Sicht?

Friesen: Ein Hinderungsgrund auf gar keinen Fall. Ich würde sogar sagen, man kann diese „Schwäche“ zu einer Stärke machen. Das Wichtigste ist die Neugier und die Neugier hat nichts mit dem Bildungshintergrund zu tun. Auch gebildete Personen können denkfaul sein. Wenn man aus einen bildungsfernen Hintergrund kommt, so wie ich, und an die Universität geht, dann merkt man schnell, dass man nichts weiß, aber das kann die Neugier ja auch anspornen, das muss sie nicht hemmen. Gebildete Personen hingegen könnten versucht sein, sich auf ihrer Bildung ausruhen und zu sagen ‚ich weiß schon alles, ist mir zu anstrengend da noch rumzuforschen‘. Ich persönlich habe wahnsinnig Bock gehabt, mich eigenständig zu orientieren und nicht auf vorgefertigte Meinungen angewiesen zu sein. Das finde ich nach wie vor das spannendste an der Wissenschaft, dass man nicht nur in seinem Spezialgebiet Expert:in ist, sondern das ganze Feld einschätzen kann. Ich habe mir eine breite Wissensbasis angeeignet, sowohl fachliches Wissen als auch methodisches Wissen, und das befähigt mich jetzt alle möglichen Arten von historischen Rekonstruktionen schnell auf ihre methodische Verlässlichkeit zu durchschauen. Wissenschaft hat für mich fast schon einen Suchtfaktor. Ich empfinde es als ein wahnsinniges Privileg diese Laufbahn ermöglicht zu bekommen und ich feiere es auch!

Wie geht es für Sie nach der Promotion weiter?

Friesen: Ich beginne am 1. Oktober die Pfarrerausbildung für zweieinhalb Jahre bei der Evangelischen Kirche von Westfalen. Das ist das Äquivalent zum praktischen Jahr bei den Mediziner:innen. Bei der Ausbildung zum/r Pfarrer:in ist die universitäre Ausbildung Schritt eins und die praktische Ausbildung ist Schritt zwei. Man muss die volle universitäre Laufbahn von fünf Jahren Studium durchlaufen und erhält dabei Einblicke in die Philosophie, die Archäologie, die Altorientalischen Sprachen und die Soziologie. Ich finde es schade, dass es den Wenigsten bekannt ist, wie gut deutsche Pfarrer:innen ausgebildet sind. Mir ist das sehr wichtig, wissenschaftlich gut ausgebildet zu sein. Und das ist auch im Interesse der Gesellschaft. In Amerika ist ein großer Teil der freikirchlichen Tradition stramm republikanisch und hat Trump an vorderster Front unterstützt. Durch eine gute Ausbildung werden solche überideologisierten Tendenzen von vorneherein vermieden.

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Friesen: Ich bin entweder Pfarrer oder in der Wissenschaft. Aber wer weiß schon, was in 10 Jahren sein wird. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt.

Das Gespräch führte Redakteurin Carolin Heilig am 13.06.2022.

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